Ein Wort, das auch für einen Trainer von unglaublicher Bedeutung ist

 

 

 

Seit knapp 3 Jahren war ich nicht mehr in London. In dieser Zeit habe ich tolle Erfahrungen sammeln dürfen. Unter anderem die Geburt meiner Tochter. Was ich jedoch in London gespürt habe, war ein sehr tiefes, ein sehr ergreifendes Gefühl.

Rückblick:

Ich kam als Spieler im Jahr 2000 an die Stamford Bridge. 5 Jahresvertrag als Profi. Direkt regelmäßig mit den Profis trainiert. Als 17-Jähriger. Die Stars zu dieser Zeit waren Marcel Desailly, John Terry, Didier Deschamps, Frank Lebeouf, Gianfranco Zola, Tore Andre Flo usw…

 

Mit den Jahren kam viele weitere, sensationelle Spieler zum Verein. Frank Lampard, Juan Sebastian Veron, Hernan Crespo, Didier Drogba uvm.

Selbst die Trainer wurden immer spannender. Zuerst Gianluca Vialli. Er wollte unbedingt, dass ich unterschreibe. Er schenkte mir direkt eines seiner getragenen Shirts, um mir seine Anerkennung zu zeigen.

Danach kam der Mister. Claudio Ranieri. Toller Trainer, der mir gerne Premier League Zeit geschenkt hätte. Wäre da  nicht…

…die Ära Roman Abramowitsch. Mit ihm kam „The special one“ Jose Mourinho.

Ich habe die Vorbereitung unter ihm mitgemacht und genau dieser Mann ist dafür verantwortlich, warum ich mich seitdem auf das Coaching fokussiere.

Er hat eine unglaubliche Präsenz. Ohne eine Trainingseinheit geleitet zu haben, hatte er alle Spieler hinter sich.

Es war keine Fachkompetenz nötig, um die Spieler heiß zu machen.

Das Ergebnis ist bekannt. Er gewann in seiner ersten Saison bei Chelsea die Meisterschaft. Nach langen 50 Jahren!

Zurück zum Thema.

Du fragst dich immer noch, welches Wort ich in der Überschrift meine, nicht wahr?

Als ich diese Woche wieder vor Ort war und die Atmosphäre gespürt habe, durch schoss mich eine unglaubliche…

Dankbarkeit.

Die Mitarbeiter hießen mich Willkommen. Ich hatte wieder mal eine tolle Zeit. Als wäre ich nie weg gewesen.

In der Hektik und den täglichen Anforderungen vergessen wir schnell Gefühle und Emotionen. Die Dankbarkeit ist jedoch ein sehr wichtiges Gefühl, welches wir uns täglich hervorrufen sollten.

Wer Dankbarkeit zeigt, erfährt diese in return, wie die Engländer sagen.

Ich führe ein Dankbarkeitstagebuch. Ich notiere mir jeden Abend 5 Punkte, die ich an diesem Tag toll fand und dankbar für bin.

Du schmunzelst? Probiere es aus. Du wirst sehen, dass sich vieles zum Positiven ändert.

  • Sei dankbar für den Verein, indem du trainieren darfst
  • Die Spieler, die du zur Verfügung hast
  • Die Rahmenbedingen, die du vorfindest
  • Die Unterstützung der Eltern, Fans oder Sponsoren
  • Die Gesundheit, die dich zu jeder Trainingseinheit gehen lässt

Gehe kurz in dich. Wann immer du diesen Beitrag liest, denke an 5 Punkte, für die du genau heute dankbar bist.

Wenn du möchtest, teile deine Dankbarkeit in gewissen Situationen mit. Ein ernst gemeintes Danke, wirkt Wunder.

Albert Schweizer sagte einst:

„Wichtig für die Dankbarkeit, die du zu betätigen hast, ist, dass du nicht wartest, bis der andere sie von dir fordert.“

Führe diese Aufgabe nun für 30 Tage durch. Es wird sich definitiv etwas ändern. Freu dich drauf.


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