Wer möchte noch 10 Gründe dafür, warum Selbstgespräche wichtig sind?

Ich erhalte oft die gleiche Reaktion, wenn ich einer Person die folgende Frage stelle:

 

 

„Führst du Selbstgespräche?“

 

Die Leute fangen an beschämt zu lachen. Sie drehen sich sogar weg. Sie fühlen sich teilweise fast schon angegriffen.


„Selbstgespräche führen ist nur etwas für Bekloppte“ war beispielsweise eine Rückmeldung.

 

 

Wenn man sie jedoch fragt, wie sie reagieren, wenn sie einen Fehler machen, dann antworten sie meist, dass sie fluchen. Dass sie böse auf sich selbst sind. Sich selbst beschimpfen.

 

„Und schon wieder habe ich verloren.“
„Ich kann gar nix.“
„Das ist einfach nur peinlich, was ich da abliefere.

Für viele Menschen ist es also in Ordnung negative Selbstgespräche zu führen. Sich selbst zu demütigen. Zu erniedrigen.

 

Sobald es allerdings darum geht, positive Selbstgespräche zu führen, sieht die Sache komplett anders aus.

Sich selbst für eine gelungene Aktion zu loben, die eigenen Stärken laut auszusprechen und sich für die nächste knifflige Situation pushen… All das findet sehr selten statt. Es ist fast verpönt sich selbst zu loben.

 

Doch welche Auswirkungen haben diese unterschiedlichen Arten von Selbstgesprächen?

 

Es ist mittlerweile tausendfach belegt, dass die Macht unserer Gedanken unseren Körper steuert. 

Wenn wir negative Gedanken haben und uns immer wieder die eigenen Schwächen vorsagen, werden wir keine guten Leistungen erzielen können. Wir sind blockiert, energielos, träge. Die Handlungsschnelligkeit ist extrem eingeschränkt. Unser Körper reagiert konsequent auf unsere Gedanken.

Negative Gedanken = negative Leistung!

 

Wenn wir jedoch positive Selbstgespräche führen, dann gehen wir mit einer komplett anderen Einstellung in die nächste Aktion.

Wir stehen aufrechter, sind wacher, können mehr Informationen verarbeiten, sind handlungsschneller und gehen mit einem Siegeswillen die Sache an. Der Körper stellt uns auf einmal die „verborgene“ Leistung zur Verfügung.

Positive Gedanken = positive Leistung!

 

Ein tolle Sprichwort aus dem Talmud besagt:

Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. 
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. 
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. 
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. 
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal

 

Frage:

Erinnere dich an eine sehr positive Situation. Eine, die du souverän und mit vollstem Elan positiv gemeistert hast.

Wie war deine innere Kommunikation vor, während und nach dieser Aktion? 

Positiv, oder?

Wusste ich es doch. 

 

Hier mal ein Beispiel aus meiner Zeit als Profi-Fußballer: 

Für meine Leistung war es immer wichtig, dass ich die erste Aktion im Spiel, die mit dem Ball zu tun hatte, positiv lief. Es durfte nicht passieren, dass ich den Ball verliere oder einen Fehlpass spiele. Selbst meine Eltern haben immer gesagt: „Wenn Sebastians erste Aktion gut läuft, wird es ein gutes Spiel. Wenn er den Ball verliert, kann ihn der Trainer direkt auswechseln.“ Es war also für alle erkennbar, dass mir diese erste Ballaktion sehr wichtig war.

 

Negativ-Variante:

„Wenn die erste Aktion nicht klappt, ist mein Spiel gelaufen und der Trainer kann mich direkt auswechseln.“

 

Ich habe mit diesem Selbstgespräch eigentlich das Spiel von Anfang an hergeschenkt. Dieser enorme mentale Stress war selten auszuhalten. Natürlich hat die ein oder andere Aktion nicht geklappt. Meine Leistung war danach entsprechend schlecht und ich wurde verdientermaßen ausgewechselt.

 

Positiv-Variante:

„Ich bin total fokussiert und weiß, wie ich den Ball sichern oder weiterspielen kann. Ich bin ein guter Spieler, der selbst einen Fehlpass ohne Weiteres verkraften kann.“

 

Mit diesen Worten habe ich automatisch Druck aus der Situation genommen.

Es ist völlig normal, dass man Zweikämpfe verliert und Fehlpässe spielt. Das Wichtige ist lediglich der Umgang mit der Situation.

Wenn ich fokussiert bin, Lösungen im Kopf habe und positive Selbstgespräche führe, werde ich definitiv erfolgreicher sein als mit der Negativ-Variante.

 

Ich kann verstehen, wenn du dir am Anfang etwas doof und lächerlich dabei vorkommst, wenn du positive Selbstgespräche führst. Ging mir genauso. Doch ich habe konsequent und diszipliniert an dieser Technik gearbeitet und bin der festen Überzeugung, dass es ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg ist!

 

Hier noch 10 Gründe, was ein positives Selbstgespräch auslöst:

 

  • ·         Du fühlst dich aufnahmefähiger und leistungsstärker
  • ·         Du gehst motivierter an die nächste Aktion ran
  • ·         Du bist mutiger
  • ·         Du kannst Schmerzen „ausblenden“
  • ·         Du kannst besser mit dem Stress umgehen
  • ·         Du triffst bessere Entscheidungen
  • ·         Es lässt dich wieder „zurück ins Spiel kommen“
  • ·         Du kannst besser mit negativen, externen Entscheidungen umgehen (Schiedsrichter)
  • ·         Du bist fokussierter
  • ·         Du kannst dein Leistungspotenzial ausschöpfen

 

Es gibt noch so viele weitere Gründe, warum positive Selbstgespräche helfen.

Diese Punkte sollen dir lediglich zeigen / auffrischen, wie wichtig das Selbstgespräch ist. Das positive natürlich J

 

Durch ein positives Selbstgespräch wirst du leistungsstärker, belastbarer, mutiger uvm.

 

Also trau dich. Fang damit an. Sprich mit dir selbst. Positiv!!

 

Viel Spaß dabei!

 

Dein Fussball Kompetenz-Mentor

 

Sebastian 

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